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Vorbild in Sachen Klimafreundlichkeit

Autor: Evelyn Lorenz
Artikel vom 29.07.2021

Spielanlagenhersteller Eibe in Röttingen erhält Urkunde des Umwelt- und Klimapaktes Bayern

„Unternehmerisch erfolgreich sein und dabei auch klimafreundlich und ressourcenschonend arbeiten – das sollte das Ziel aller Unternehmerinnen und Unternehmer sein“, betonte Landrat Thomas Eberth bei einem Besuch bei dem Spielanlagenhersteller Eibe in Röttingen. Hier werde dieses Thema vorgelebt. Eberth hat daher jüngst stellvertretend für das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, die Urkunde des „Umwelt- und Klimapaktes“ für besondere Verdienste im Bereich Nachhaltigkeit an das Unternehmen überreicht.

Mit dem Empfang zwischen den beiden haushohen Silotürmen auf dem Firmengelände war das Thema während des kurzen Firmenrundgangs gesetzt: Hier werden nämlich die in der Produktion anfallenden Sägespäne – circa 600 Tonnen pro Jahr – aufgefangen und zum Heizen genutzt, wie der technische Geschäftsleiter Peter Schnabel erklärte. Rund 96 Prozent der benötigten Heizenergie werden so aus den anfallenden Abfällen gewonnen. Keine Kleinigkeit bei einem Firmengelände von rund 60.000 Quadratmetern, offenen Fertigungs-Hallen und mehreren Büro- und Ausstellungsräumen.

Bis auf ein paar ganz kalte Tage im Winter könne man mit den Holz-Abfällen inzwischen nahezu klimaneutral heizen. Aber dies war nur einer der Bausteine, mit denen sich das Unternehmen erfolgreich an der Initiative beteiligte. Alle Maßnahmen des Unternehmens führten zu einer Zertifizierung des Umweltmanagements nach ISO 14001, einem international anerkannten und hochwertigen Umweltzertifikat. Die Bekanntgabe der Geehrten fand bereits Ende des vergangenen Jahres statt. Landrat Eberth, Röttingens Bürgermeister Hermann Gabel und Kreismanager Michael Dröse ließen es sich aber dennoch nicht nehmen, Urkunde und Glückwünsche bei jetzt gelockerten Corona-Maßnahmen noch einmal persönlich zu überbringen.

 

„Wir waren von Anfang an beim Umwelt- und Klimapakt mit dabei“, informierte Firmenchef Tilo Eichinger – und freute sich über die Würdigung. Denn nicht nur bei seinen Produkten – Klettergerüste, Kindermöbel und Spielanlagen – hat das Unternehmen den Fokus schon seit Ende der 1990er-Jahre auf Umweltfreundlichkeit gelegt. Eibe steckt sich bis heute immer wieder umweltrelevante Ziele und verfolgt diese Schritt für Schritt weiter. Ein Umweltauditor ermittelt, misst und bewertet dabei regelmäßig den Schadstoffausstoss etwa im Umgang mit Treibstoffen, Ölen, Lacken oder Heizöl. Im Zuge einer Optimierung ist inzwischen die gesamte interne Flotte von Gabelstaplern und Ameisen auf Elektroantrieb umgestellt.

Zuletzt hat Eibe auf dem Weg zum noch klimafreundlicheren Unternehmen mit einer Investition von 1,2 Millionen Euro eine komplexe Fertigungsanlage für die Plattenherstellung ausgegeben. Hier werden Bauteile in einem speziellen Verfahren hergestellt, mit dem der Verschnitt und damit das Abfallaufkommen minimiert werden. Gut 50 Mitarbeiter fertigen derzeit im Herzen Röttingens rund 6000 Teile für Klettergerüste und andere Spielgeräte pro Woche. Insgesamt beschäftigt die Eibe-Gruppe rund 300 Mitarbeiter und beliefert Kunden rund um den Globus.

Ganz selbstverständlich ist das Engagement übrigens nicht. Gerade in den vergangenen anderthalb Jahren hatten Eichinger und seine Mitarbeiter durchaus auch andere Sorgen. „Corona hat uns Kopfzerbrechen bereitet“, räumt Tilo Eichinger ein. Lieferschwierigkeiten und Materialknappheit auf dem Holzmarkt habe das Unternehmen zudem mehrfach zu ungeplanten Preissteigerungen gezwungen – was die Bewerbung um die Aufträge von Kommunen zum Teil erschwert habe.

Allerdings habe die Pandemie auch Chancen geboten. Erstmals sei aufgefallen, wie hoch der CO2-Verbrauch alleine dadurch sei, dass die Mitarbeiter Zeit auf der Straße verbrächten. Neben den Dienstreisen werde dabei auch die Anfahrt zum Arbeitsplatz in die Bilanz eingerechnet. Die zunächst erzwungenen Home-Office-Regelungen habe man inzwischen auch als Möglichkeit erkannt, die Umwelt zu schonen aber auch die Reisekosten zu senken. Dies alles sei schließlich auch die Basis dafür gewesen, dass man trotz Corona und Firmenumstrukturierung keinen einzigen Mitarbeiter ausstellen musste, wie Firmenchef Tilo Eichinger stolz erwähnt.

Als nächsten Schritt wolle Eibe die Außendienst-Flotte auf E-Antriebe umstellen. Schon ab September werde das erste Elektrofahrzeug vom Hof rollen. Und die Pläne des Unternehmens, hin zu noch mehr Klimafreundlichkeit, sind damit längst nicht abgeschlossen. Bis 2023 soll sogar die komplette Produktion CO2-neutral laufen.

Bürgermeister Hermann Gabel freute es ganz besonders, dass Eibe, als einer der großen Arbeitgeber im Herzen seiner Stadt, das Thema Umweltschutz quasi zum Teil des Kerngeschäfts gemacht habe. „Neben kreativen Spielmöbeln findet man hier auch den kreativen Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit“, so Gabel.

Auch Landrat Thomas Eberth war voller Lob. Mit seinem Ideenreichtum und dem Einsatz im Umgang mit Abfallstoffen sei Eibe ein Vorbild, was Umweltverträglichkeit angehe. „Und da die anfallenden Holzspäne noch zum Heizen verwendet werden, wird es auch wirtschaftlich interessant“, so der Landrat. Mit der Übergabe der Urkunde und einem betonten „Weiter so!“ bedankte sich Eberth persönlich für den Einsatz des Unternehmers Tilo Eichinger und seiner Mitarbeiter:innen.

Kontakt

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